Das Wettbewerbsgelände umfasst zwei hierarchisch unterschiedliche Stadtteile, die allerdings im ungebauten. Jetzt - Zustand unentdeckt, unerlöst erscheinen. Der Entwurf legt diese dem Quartier inneliegenden Unterschiede frei. Es wird zum einen an der eigentlichen Rückseite des Donauzentrums im Bereich des Dr. Adolf-Schärf-Platzes ein klares, städtisches Umfeld vorgeschlagen, wo durch die beinahe klassische Randbebauung mit großer Geste der Ort oder Stadtteil, der sich in den letzten Jahren rund um das Donauzentrum wie von selber gebildet hat auch baulich in Erscheinung gebracht wird. Dieser Teil beinhaltet sowohl die wichtigen öffentlichen Räume wie urbane Grünflächen als auch die fehlenden urbanen Nutzungen wie ein multireligiöses Zentrum, sowie Kunst und Kultureinrichtungen als Bühne künftiger Ereignisse in Verbindung mit Jugendzentren.
Die sich aus diesem klassischen Platz nördlich heraus entwickelnde Wohnspange entlang der Attemsgasse will diese urbane Energie so weit wie möglich in das neue Quartier hineintragen, wobei das Bild eines durchwegten Parkes dieser Art der Bebauung inneliegt und die Hierarchien der bestehenden Quartiersbebauung zur Abbildung kommen. Diese sanfte Bewegung bezieht auch die Topographie und die Binnengliederung des städtebaulichen Modells mit ein: Höher gelegene Bauplätze, niedrige Baukörper, teilweise aufgeständerte Baukörper, grüne Zurückweichungen an der befahrenen Straße und eingeschlossene Grün- und Spielinseln mit langen Blickbeziehungen erzeugen Qualitäten ohne formale Attitüden.